Zika-Virus eine Gefahr für Olympia 2016

Stechmücke überträgt das Zika-Virus

 

Das Zika-Virus ein Alptraum für Brasiliens Hotels und Tourismus

 

Das vor allem in Südamerika auftretende Zika-Virus könnte zu einer ernsthaften Gefahr für die Olympischen Spiele in Brasilien werden.

Brasilien befürchtet Besucherrückgang bei den Olympischen Spielen

Seinen Namen hat das Virus durch seinen Entdeckungsort erhalten. Es wurde 1947 bei einem Affen aus dem Zikawald in Uganda festgestellt.

Über das Virus ist noch wenig bekannt und vieles ist wissenschaftlich noch nicht abgesichert. Nicht einmal die Übertagungswege sind vollständig erforscht. Man weiss, dass das Virus vor allem durch die Gelbfiebermücke und wahrscheinlich auch durch die Tigermücke übertragen wird.

Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch scheint möglich zu sein, denn es gibt Hinweise, dass eine Übertragung durch Blut möglich ist. Auch in Samenflüssigkeit wurde das Virus nachgewiesen. Es könnte theoretisch also auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden.

Mücken übertragen durch ihre Stiche das Virus
foto:dpa

Anhand der vagen Beschreibung sieht man, dass vieles noch nicht gänzlich bewiesen und erforscht ist.

 

Auch eine Infektion ist nicht leicht zu erkennen. Viele Infizierte merken nichts von der Ansteckung, etwa 20 Prozent bemerken drei bis zwölf Tage danach leichte Grippesymtome. Diese machen sich mit leichtem Fieber, Hautausschlag, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen bemerkbar.

 

Als fast sicher gilt, dass das Virus bei schwangeren Frauen respektive bei deren ungeborenen Kindern zu Missbildungen führen kann.

Alleine in Brasilien wurden seit Oktober letzten Jahres bereits über 4‘000 Neugeborenen mit missgebildetem Kopf registriert. Alle Mütter waren während der Schwangerschaft mit dem Zika-Virus infiziert worden.

Brasilien unternimmt grosse Anstrengungen die Verbreitung des Virus einzudämmen. Über 200‘000 Soldaten werden demnächst damit beschäftigt die Brutstätten der Mücken (kleine, stille Wasseroberflächen, etc.) zu eliminieren. Einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele, welche vom 5. bis zum 21. August in Rio de Janeiro stattfinden sollen, werden alle Wettkampfstadien von Experten inspiziert und die möglichen Brutstätten der Mücken ausgemerzt.

foto:reuters

Hotel bangen um ihre Gäste

Ein schauriger Testlauf und eine Bewährungsprobe wird wohl der in den kommenden Wochen beginnende Karneval sein. Auch zu diesem Grossereignis werden jährlich unzählige Touristen aus aller Welt erwartet.

 

Neben der sportlichen Infrastruktur wurde mit enormem finanziellen Aufwand vor allem auch das touristische Angebot auf Vordermann gebracht.

Hunderte von Millionen US-Dollar wurden in die Renovationen und Neubauten von Hotels und Restaurants gesteckt.

 

Hotel Nacional Rio de Janeiro, Brasilien

Das Ausbleiben oder teilweise Fehlen der erhofften Touristen wäre nicht nur für das Land Brasilien sondern auch für viele Investoren eine Katastrophe.

 

Die Flugpläne und Umsatzziele unzähliger Fluggesellschaften auf der ganzen Welt würden durcheinander gebracht.

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