Türkei - Tourismus leidet unter dem Terror

Terroranschlag in Istanbul
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Schwierige Zeiten für den Türkei - Tourismus

 

Nach dem Russlandboykott nun auch noch der Anschlag in Istanbul. Die Lage wird immer schwieriger.

Der Terror macht dem Türkei-Tourismus zu schaffen

Mit dem Bombenattentat im Istanbuler Altstadtviertel, nahe der bekannten Hagia Sophia und der Blauen Moschee hat der Terror nun das erste Mal auch Touristen im beliebten Ferienland Türkei getroffen.

Zu allem Übel stammten die Opfer noch aus Deutschland, einem Land welches mit seinen über 5 Millionen Besuchern pro Jahr das zweitwichtigste Land für den Tourismus der Türkei ist.

Bombenattentat in der Istanbuler Altstadt
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Und dies zudem ausgerechnet noch in Istanbul, einer Destination die 2015 über 12.6 Millionen Touristen verzeichnete. Das sind mehr als die Stadt New York an Besuchern hat und setzt Istanbul nach London und Paris auf Platz drei der beliebtesten Destinationen Europas.

 

Absperrungen nach Bombenanschlag in Istanbul
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Wenn das Ausbleiben der russischen Touristen, bedingt durch den Rubel-Verfall und die politischen Differenzen, bis zur nächsten Sommersaison anhalten sollte, wird das laufende Jahr mit den nun neu hinzugekommenen Ereignissen für den Fremdenverkehr dieses Landes sehr schwierig werden.

 

Diese Situation trifft aber auch die gesamte Wirtschaft der Türkei. Der Tourismussektor generiert nämlich über 30 Mrd. US-Dollar und somit 4.7 Prozent des Bruttoinlandproduktes des Landes. Wie üblich ausser Acht gelassen werden dabei die vielen Trittbrettfahrer, wie Bauwirtschaft, Detailhandel, Dienstleister aller Art und Lieferanten. Auch sie bekommen schon jetzt das Wegbleiben von Touristen mit voller Härte zu spüren.

Situationsplan Istanbuler Altstadt
Foto:mapbox,landsat,zeitonline

Kompensieren möchten die Verantwortlichen das Defizit mit der forcierten Erschliessung neuer Märkte wie China und Indien. Dieser Markt verzeichnete im letzten Jahr einen Zuwachs von über 67 Prozent. Es wird jedoch auf jeden Fall viel Zeit in Anspruch nehmen, bis die nun entstandenen Lücken aufgefüllt sind.

Zudem werden damit die politischen- und Sicherheitsproblemen nicht beseitigt. Auch Chinesen und Inder verbringen ihre Ferien lieber in einem sicheren und stabilen Land.

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