Verstoss gegen das Kartellgesetz

Weko-Entscheid gegen Buchungsplattformen

 

Die Wettbewerbskommission hat ihre Untersuchung gegen booking.com, Expedia und HRS abgeschlossen und verbietet verschiedene Vertragsklausen, welche die Hotels benachteiligen.

Buchungsplattformen müssen Verträge anpassen

Booking.com
Fotos:booking.com

Konkret verlangten die Plattformen in ihren Verträgen, dass der Hotellier auf keinem anderen Kanal tiefere Preise oder ein grösseres Kontingent an Zimmern anbieten darf als bei ihnen. Diese Vertragsklausen wertet die WEKO als Verstoss gegen das Kartellgesetz.

 

Booking.com und Expedia haben ihre diesbezüglichen Vertragsbestimmungen angepasst. Die HRS wird verpflichtet dies noch zu tun.

Auf eine Busse der Firmen wird verzichtet, da ihre Praxis nicht direkt unter die Kategorie der direkt sanktionierbaren Verhaltensweisen fällt. Das heisst unter anderem, dass sich ein Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung nicht erhärtet hat.

Die WEKO behält sich jedoch vor die weitere Entwicklung zu beobachten und gegebenenfalls wieder einzugreifen.

 

Der Branchenverband „hotelleriesuisse“ ist mit diesem Entscheid nicht zufrieden. Die restriktiven Vertragsbedingungen werden laut dem Verband auch weiterhin zum Teil erhalten bleiben und der Hotellier würd auch weiterhin in seinen unternehmerischen Freiheiten betreffend seine Angebote eingeschränkt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0